Nachbericht
14. August 2011

Wacken Open Air 2011
Wacken - 04. - 06. August 2011

Eine Berichterstattung vom Wacken Open Air ist immer auch eine Berichterstattung in Superlativen. Das Größte. Das Lauteste. Das Härteste. 80.000 Metalheads pilgern immer im August in das beschauliche Dorf im Norden Deutschlands und feiern dort drei Tage (die ganz Harten sogar eine komplette Woche) lang das Fest des Jahres!


Im Folgenden ein paar Worte zu unseren Highlights des Jahres 2011 auf dem heiligen Acker:

Ozzy Osbourne – der 'fucking Prince of fucking Darkness' ist inzwischen zart wie ein Lämmchen. Längst vergessen sind die Zeiten der abgebissenen Fledermäusköpfe. Auch die 'Special Effects' seiner Bühnenshow regten eher zu allgemeiner Erheiterung als zu gruseliger Stimmung an. Schaum, den er mit einem Schlauch in die ersten Reihen spritzte (die Securitys, die gerade Leute aus dem Publikum zogen, danken es ihm sicher noch immer) und 3 (in Worten: drei !!!) Wassereimer, die er wohl eher in den Bühnengraben entleerte als in die Massen, beeindruckten wenig und doch hatte der Auftritt alles, was man von einem Headliner auf dem W:O:A erwartet: einzigartige Stimmung, das gewisse Maß an ehrfürchtigem Erstarren und das Gefühl, Teil etwas Besonderem gewesen zu sein.

Bülent Ceylan – Im ersten Augenblick mag man als Unwissender irritiert aufhorchen, wenn man liest, dass ein Comedian auf dem Wacken zu sehen war. Wer den Deutsch-Türken allerdings kennt, der weiß, dass diese Kombination nicht so unmöglich erscheint. Und genauso wahnwitzig gestaltete sich auch die halbstündige Performance von Bülent, der es sichtlich genoss, einmal nicht der Paradiesvogel unter vielen zu sein, sondern ein Teil der Familie. Sein Metallerherz dürfte besonders am Ende seiner 30 Minuten schneller gepumpt haben, als er in einem schwarzen Gummiboot und mit wehender Mähne über die Köpfe der ersten Reihen in den Sonnenuntergang schipperte.

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04. - 06. August 2011